Montag, 3. Januar 2011

Die Wehrpflicht läuft aus...

Sie hat schon in den letzten Jahren wohl nur noch den Sinn gehabt billige Arbeitskräfte über den Zivildienst zu beschaffen: Die Wehrpflicht.
Jetzt wird der letzte Jahrgang einberufen. Was - neben der kaum zu bedauernden negativen Auswirkungen auf die Alkohol- und Tabakwarenindustrie - noch problematisch werden könnte ist, dass in Zukunft nicht mehr ein Querschnitt durch die Gesellschaft unter Waffen steht sondern diejenigen, die eine besondere Affinität zu diesem Beruf haben und auch einem speziellen Korpsgeist unterliegen könnten. Diese Gefahr muss bedacht werden, aber insgesamt ist die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 eine gute Nachricht.

Kommentare:

Renate hat gesagt…

Die Verkleinerung der Bundeswehr und Aussetzung der Wehrpflicht hätten schon vor zehn Jahren durchgesetzt werden müssen. Milliarden hätten wir damit eingespart. Geld, das in unseren Bildungssystemen dringend benötigt wird. Denn Bildung ist unser wichtigster Bodenschatz, Zukunfts- und Rentensicherer.

Alexander Benra hat gesagt…

Renate,
dem stimme ich zu. Es musste aber zuerst innenpolitisch das Volk an Auslandseinsätze gewöhnt werden, sonst wären die Gewinne der Militärindustrie (und deren Spenden) rapide gesunken. So konnte aber durch die internationale Ausdehnung der Aufgaben, der Bedarf nach Militärmaterial - trotz fehlender Feinde, die militärisch bekämpft werden können/müssen aufrecht erhalten bleiben.

Anonym hat gesagt…

@ Alexander Benra

Die Ausgaben der Bundeswehr für Beschaffungen betragen ca. 5 Milliarden Euro. Der Anteil am Bundeshaushalt beträgt somit ca 1,7 % .Quantité négligeable.
Die "Militärindustrie" spielt in Deutschland schon längst keine große Rolle mehr. Die relativen Rüstungsausgaben (Anteil BPI) pro Kopf sind in Deutschland im Durchschnitt kleiner als in den restlichen NATO -Staaten.
Ach ja, in einer Welt voller Diktaturen sollten Demokratien Armeen haben, ansonsten sind sie erpressbar.

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